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Dokumentation zur Zwangsarbeit in katholischen Einrichtungen

Ergebnisse aus 27 Diözesen vorgelegt

Im Jahr 2000 wurden in der Öffentlichkeit und in den Medien Vorwürfe laut, in katholischen Einrichtungen seien während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter beschäftigt worden. Seit Bekanntwerden hat sich die katholische Kirche diesen Vorwürfen gestellt. In 27 Diözesen wurden umfangreiche historische Recherchen angestellt und zu noch lebenden Betroffenen Kontakt aufgenommen. Die Ergebnisse dieser zeitgeschichtlichen Forschungen wie auch die Versöhnungsinitiativen werden in dem Band dokumentiert. Die Abschlussberichte des kirchlichen Entschädigungs- und Versöhnungsfonds ordnen  die Ergebnisse in  übergreifende Zusammenhänge ein.  Ergänzt wird das Werk durch  eine ausführliche historische Einleitung, eine Dokumentation und die offiziellen Presseverlautbarungen. Damit handelt es sich bei dem Titel über die histiorische Darstellung hinaus um eine Dokumentation der Entschädigungs-, Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit der katholischen Kirche in Deutschland.
Hummel, Karl-Joseph, Kösters, Christoph (Hsg.), Zwangsarbeit und katholische Kirche 1939-1945, Geschichte und Erinnerung, Entschädigung und Versöhnung, Eine Dokumentation, Paderborn (Verlag Schöningh) 2007, 703 S., 48,00 Euro