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Studie zur konfessionellen Heimerziehung

Ergebnisse eines Projektes an der Uni Bochum

Die Ergebnisse wurden jetzt veröffentlicht. Es zeigte sich, dass im untersuchten Zeitraum oft problematische Zustände in der konfessionellen Heimerziehung von den Leitungen der Einrichtungen wie auch von den Aufsichtsorganen passiv zugelassen wurden. Kinder wurden oft nur unzureichend gefördert, erlitten Demütigungen und wurden Opfer von Misshandlungen und Missbrauch, wie die Zeitschrift "caritas in NRW" in ihrer letzten Ausgabe berichtet. Die Autoren machen u.a. Personalmangel und Überforderung des Heimpersonals für die Missstände verantwortlich. Allerdings weisen sie auch darauf hin, dass es sowohl "Fälle eklatanten Versagens und großer Schuld" wie auch ein "überdurchschnittliches Maß an Engagement der Mitarbeitenden" gegeben habe. Obwohl es nach Meinung der Wissenschaftler zwischen Heimen in kirchlicher Trägerschaft  und denen öffentlicher Träger oder anderer Wohlfahrtsverbände keine signifikanten Unterschiede gab, kommen sie zu dem Schluss: "Insofern spiegeln die kirchlichen Heime weithein das Maß der seinerzeit geltenden Normalität wider, was allerdings den kirchlichen Selbstanspruch deutlich unterschreitet."
Eine ausfühliche Zusammenfassung der Studie, die auch als Buch erscheinen wird, ist auf der Internetseite der Uni Bochum nachzulesen.